Live und hautnah

„Geh mer nunder nei’n Keller“? Der Jazz-Cluber weiß bei dieser Formulierung sofort, was gemeint ist. Für die allermeisten müsste man die Frage dagegen übersetzen. Außer vielleicht zum Getränke oder Holz holen ist das „Nunder-nei’n-Keller-gehen“ kein Breitensport. Denn Jazz ist ebenso wie der Jazzkeller eine kulturelle Nische. Der Bamberger an sich geht für gewöhnlich eher "auf den Keller", in der Stadt heißt das: hinauf zu den Biergärten, unter denen sich von alters her kellerartige Gänge erstrecken. Umso erstaunlicher ist es, wie ein Club mit einem Nischendasein in einer 70.000 Einwohner-Stadt existieren kann, und das mit beachtlichem Niveau: Das Programm kann sich zweifelsohne mit renommierten Spielorten in weit größeren Städten messen. Die Besucher schätzen die angenehme Atmosphäre. Man genießt hier nicht nur die Musik, sondern auch die Auswahl aus einer reichhaltigen Getränkekarte (Bamberger Bier inklusive).

Der Verein zählt rund 480 Mitglieder und gehört damit zu den größeren Jazzclubs der Republik. Er ist zudem der einzige Jazzclub in Oberfranken mit einem festen Domizil.

Die Saison

Konzerte werden von September bis Mai veranstaltet, jeweils freitags oder samstags. Jeden ersten Mittwoch des Monats findet eine Jazzclub-Session statt. Im Juni oder Juli lädt der Club zu verschiedenen Open-air-Veranstaltungen ein. Kabarett- und Theateraufführungen runden das Programm ab.

Jazzgrößen 

Zu Gast sind internationale, nationale und lokale Jazzgrößen. Hier spielten bereits u. a. Ray Anderson, Charly Antolini, Benny Bailey, Jerry Bergonzi, Masha Bijlsma, Don Braden, Inge Brandenburg, Till Brönner, Uschi Brüning, Abraham Burton, Philipp Catherine, Jimmy Cobb, Billy Cobham, Carla Cook, Larry Coryell, Wolfgang Dauner, Laco Deczi, Bob Degen, Barbara Dennerlein, Klaus Doldinger, Ricky Ford, Cicco Freemann, Herb Geller, Dusko Goykovich , Yuko Gulda, Ulrich Gumpert, Joe Haider, Gunter Hampel, Ali Haurand, Deborah Henson, Vincent Herring, John Hicks, Klaus Ignatzek, Vijay Iyer, Joe Kienemann, Lee Konitz, Klaus Kreuzeder, Frank Lacy, Bireli Lagrene, Tony Lakatos, Kirk Lightsey, Willi Little Littlefield, Lyambiko, Rudresh Mahanthappa, Albert Mangelsdorff, Don Menza, Hendrik Meurkens, Malene Mortensen, Simon Nabatov, Peter O’Mara, Aladar Pege, Jeremy Pelt, Ernst Ludwig Petrowsky, Bill Ramsey, Jean Louis Rassinfosse, Claudio Roditi, Ack van Rooyen, Roberto Santamaria, Heinz Sauer, Alexander v. Schlippenbach, Manfred Schoof, Günter Baby Sommer, Milan Svoboda, Aki Takase, Frantisek Uhlir, Cecile Verny, Joe Viera, Ernie Watts, Katie Webster, Lulu Weiß, Lili White, Nils Wogram, Jimmy Woode, Nils Wülker, Attila Zoller